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Beitrag von: Grappa/Eifel ® 02/19/2006, 08:43:57 Autorenprofil Mail author |
Am vergangen Dienstag, den 14. Februar, war Valtentinstag. Der Heilige Valentin gilt der katholischen Kirche als Patron der Liebenden. Und so entschloß sich ein Wiener Dompfarrer, zu einem Segnungsgottesdienst für Liebende einzuladen; auch homosexuell empfindenen Menschen sollten dabei nicht ausgeschlossen sein. Christgäubige fragen sich sogleich, ob denn da alles mit rechten Dingen zugehe. Und so stellte der Dompfarrer schliesslich klar, dass dort selbstverständlich nichts gemacht würde, was dem Heiligen Vater nicht recht sei: bei homosexuell empfindenden Menschen, würde der *einzelne* Mensch, nicht aber die *Beziehung* gesegnet. [siehe Artikel auf http://www.kath.net/detail.php?id=12819]. Dennoch gab es Stimmen, die immer noch meinten, dass mehr Klarheit Not täte [siehe Artikel auf http://www.kath.net/detail.php?id=12827] Stellen wir uns folgenden Fall vor, den ich gar nicht zu konstruieren brauche, sondern derzeit in meinem entfernten Bekanntenkreis erlebe - sicher kein Einzelfall: Ein homosexuell empfindender Mann erkrankt an Aids. Sein nicht HIV-infizierter Partner verläßt ihn nicht. Er bleibt bei ihm, sorgt für ihn, pflegt in, liebt ihn - "bis das der Tod sie scheidet". Diese *Beziehung* nun ist der Kirche des Segens nicht wert; sie ist objektive Unordnung, schwere Sünde. Es braucht schon einen kräftigen Schluck Ideologie, um das der "Vernunft", die die Kirche inzwischen für sich entdeckt zu haben glaubt ("fides et ratio"), begreiflich zu machen - von einer Gestaltlogik des "Gottes, der Liebe ist", jetzt mal ganz zu schweigen. Gruss, Grappa (I)
Modified by Grappa/Eifel at Sun, Feb 19, 2006, 11:31:05 |
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