"Werte-Konservative": Warum ich sie verachte Rechtspolitik (Gesetzgebung)


Geschrieben von Moderator ® (Peter,Moderator), May 04,2003,20:46 Antwort schreiben      Forum
Die "Werte", der sog. "Werte-Konservativen" werden häufig einige Jahrzehnte später als "Menschenrechtsverletzungen" eingestuft. Das sollte zu denken geben.

Das ist leider kein Zufall. Aktuellstes Beispiel ist die Homosexualität, aber auch bei den (noch immer nicht überwundenen) Themen Fremdenfeindlichkeit und Rassendiskriminierung waren es früher die (Werte-) Konservativen, die diese Zustände so lange als nur möglich beibehalten haben (und daran hat die christliche Kirche mit ihrer ach' so tiefen Nächstenliebe natürlich einen grausam-bedeutsamen Anteil!).

Das war früher so, und das ist eben leider auch heute noch so. Am Beispiel der Homosexualität lässt es sich, weil es eben noch aktuell ist und in der ach' so christlichen CSU noch nicht bis zum letzten Bauern durchgedrungen ist (das Diskriminierung von Homosexuellen mittlerweile eine Menschenrechtsverletzung darstellt), gut verdeutlichen: Jemand wie Edmund Stoiber war bereits Funktionär in der CSU, als diese Partei die Diskriminierung der Homosexuellen nicht etwa nur "geduldet", sondern noch aktiv betrieben hat und sich damit einer der in der neueren deutschen Geschichte widerlichsten Menschenrechtsverletzung schuldig gemacht hat. Unterstützt übrigens von einem miesen konservativen Dreckspack, das sich Bundesverfassungsgericht nannte. (Stört sich hier jemand an der Wortwahl? Ja? Stört sich jemand an der Wortwahl, aber nicht daran, dass UNSER BUNDESVERFASSUNGSGERICHT sich hat Menschenrechtsverletzungen zu Schulden kommen lassen ...?) - Bitte bedenken Sie, verehrte Leserin und verehrter Leser: Diese Menschenrechtsverletzung war nicht im Geringsten "unvermeidbar". Alles, was man wissen musste, um sie als Menschenrechtsverletzung zu erkennen, war bekannt, wohlbekannt. Diese Menschenrechtsverletzung war Folge einer bestimmten Haltung, und die nennt man euphemistisch "werte-konservativ".

Diese "Werte-Konservativen" (den überwiegenden Teil von ihnen sollte man besser Moralistenschweine nennen) haben Tausende von Suiciden armer junger bzw. werdender Mütter in früheren Jahrhunderten zu verantworten. Für ihre klebrige verklemmte und geistlose "Moral" mussten diese jungen Frauen sterben, weil dieses Moralisten-Pack ihnen aus ihrem (VORehelichen) Spaß am Sex eine Schande bereitete und sie so in den Tod trieb! Soll niemand sagen, "die Verhältnisse" seien halt damals so gewesen. Das ist idiotisch, denn "die Verhältnisse" waren so menschenverachtend, wie sie waren, wegen dieser Moralistenschweine, sie mussten nicht so sein.

Diese "Werte-Konvervativen" sind nicht so human, wie es in einer bestimmten Zeit möglich wäre, sondern sind sind so human, wie es unbedingt nötig, wie es nicht vermeidbar ist, geben inhumane Grundsätze, wie übrigens auch die katholische Kirche, erst dann auf, wenn die Inhumanität und Diskriminierung einfach nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, weil die Werte mittlerweile von wirklich allen erkennbar von VORVORgestern sind. Man muss diesen Kreaturen die Humnität in einem sinnlosen und überflüssigen Kampf stückchenweise abringen, wie die angeführten Beispiele überdeutlich zeigen.

Deutlich wird, was der "Kern" der euphemistisch "werte-konservativ" bezeichneten Haltung ist, wenn man sich die jeweiligen Extreme anschaut. Am äußersten rechten Rand finden wir "braunen Sumpf", archaische Instinkte und dumpfe Geistlosigkeit. Am äußersten linken Rand finden wir Intelligenz, zwar fehlgeleitete, in Ideologien erstarrte und leider auch gewaltbereite Intelligenz (wie bei der RAF), aber eben INTELLIGENZ.

Das sagt eigentlich alles!

Dr. Peter Niehenke
Editor


--modified by Moderator at Sun, May 04, 2003, 20:53:27

--modified by Moderator at Mon, May 05, 2003, 02:30:17



Aktuelle SeiteAuthor Profile
Replies to this message